Dienstag, 20. Oktober 2020

Meine Katzengeschichten...Teil eins

Liebe Leser, heute erzähle ich euch die Geschichte meiner Haustiere und meiner ersten Katzen dem "Rubino" und dem "Negi"






Wer eifrig meine Blogs liest, weiß, das ich ein Einzelkind war. So durfte ich als "Geschwisterersatz" immer Haustiere haben. Da hatte ich einige,,,, als Kleinkind hatte ich "Bobi" einen Wellensittich. Er war sehr zutraulich, spielte gerne mit Hölzchen und Pappschachteln, die er mit Wonne zerhackte. Leider war eines Tages das Fenster nicht geschlossen... Dann kam "Joggeli" ein weißer Hamster. Er hamsterte was das Zeug hielt. Sein Käfig hatte in einer Ecke der Küche seinen Platz. Beteiligten wir ihn nicht an unserem Essen, benahm er sich wie ein Tasmanischer Teufel. Eines Tages hatte er wohl zu viel der Völlerei gefrönt... Ich ersetzte ihn durch "Sämi" ein ganz lieber und schön getigerter Kater. Ihm konnte ich sogar Puppenkleider anziehen und ihn in den Puppenwagen packen. Er war ein gutmütiges Trotteli und eines Tages war er verschwunden...Wir wurden den Verdacht nicht los, dass er in einem italienischen Ragout sein Ende nahm. Den Verlust ersetzte mir " Käthi" eine Meerschweinchen-Dame. Ab und zu ging uns ihr Gequietsche auf die Nerven und wenn ihr das Knuddeln zu viel wurde, biss sie einen hemmungslos in den Finger. Aber sie war clever und ich lehrte sie einige Kunststücke. Ziel war es, dass ich mit Käthi zum Zirkus wollte...Es war jeweils der Grund, weshalb sich meine Eltern tief in die Augen schauten und Vater wie Mutter mit einem gewissen Unterton sagten: " Ich möchte bloss wissen nach wem dieses Kind kommt...jedenfalls nach mir nicht!"
Im weiteren war da noch eine Schildkröte und allerlei Käfer in gelöcherten Behälter. Mit Begeisterung sammelte ich ebenfalls schwarze Schnecken, die hatten schöne Schneckenhäuschen. Ich bastelte ihnen in der Wohnung aus Schuhschachteln Villas. Bis es soweit war wurden sie von mir im Briefkasten zwischengelagert. Die Begeisterung wurde von Mutter nicht geteilt...
Mit zehn Jahren bekam ich dann meinen ersten Hund...aber diese Geschichte erzähle ich euch in einem anderen Blog. Viele Jahre später, lag es auf der Hand, dass ich mir einen tierliebenden Mann suchte, den fand ich auch. Schon bald hatten wir zwei Katzen die wir bei einem Bauernhof holten. Einen roten Kater, den "Rubino" und seinen schwarzen Bruder den "Negi". Der Rote war blitzschnell und begriff immer sofort was ich von ihm wollte oder auch nicht. Der Schwarze war strohdumm. Ich kann mich an eine Szene erinnern als die beiden von mir kleingeschnittene frische Lunge zu fressen bekamen. Rubino hatte im Nu seine Portion verschlungen. Negi kaute und sabberte...und kaute und sabberte...bis ihm sein Bruder eine zünftige Ohrwatsche versetzte, sich seinen Napf angelte...und gefressen war die Lunge...fertig! Damit die beiden wenn wir auf Arbeit waren nicht unsere kleine Wohnung auseinander nahmen, zogen wir auf´s Land. Zumal es einmal passierte, als die zwei auf dem Balkon in der dritten Etage wieder in meinen Blumenkisten herumturnten, der strohdumme Negi die Pirouette machte und runter fiel. vor lauter Schreck hatte er sich mehrere Tage im Lüftungsrohr der Waschküche versteckt...zum Glück war er nicht verletzt. Auf dem Land entwickelte sich Rubino zum gefürchteten Jäger. Er liebte mich so innig, dass er mir immer wieder Geschenke in die Wohn-
stube brachte...Mäuse...Vögel...Blindschleichen. Sein Bruder bevorzugte das Sofa und Dosenfutter. Er wurde später leider von einem Auto überfahren. Als zu unserer Gemeinschaft ein Riesenschnauzer Hund dazukam, war für Rubino der Ofen aus. Trotz meinen Bemühungen aus den beiden Freunde zu machen, konnte der Kater den jungen Hund nicht akzeptieren...plötzlich war wieder ein gefauche, ein geknurre und die zwei rannten durch die Wohnung das nur so die Fetzen flogen...ich rannte oder flog hinterher um das Schlimmste zu verhindern! Eines Tages stand Rubino auf der Mauer der Terrasse und schaute mir lange in die Augen...dann zog er von dannen. Das können hier wahrscheinlich nur Katzenfreunde verstehen...aber diesen Blick von ihm vergesse ich nie. Einige Wochen später fanden wir ihn im Dorf bei einer anderen Familie die er sich ausgesucht hatte.Schweren Herzens, aber doch froh, dass es ihn noch gibt, mussten wir das geschehen lassen...
Etwa zwei Jahre hatten wir nur "Santos" unseren Schnauzer. Über ihn und die nächsten Katzenkinder berichte ich euch in weiteren Blogs...Tschüüüs liebe Leser macht´s gut...

Hier noch ein paar alte Fotos: Ich mit dem Kater Sämi und der Rubino mit Negi.




Donnerstag, 15. Oktober 2020

Den Hut nehmen und gehen

Es regnet...und regnet...

Für viele Menschen ein Gräuel und oft der Auslöser für Melancholie. Ich zähle zu den Glücklichen die sich anpassen, verwandeln und den Moment leben können. So brauche ich denn auch die Abwechslung...was gibt´s da zu grinsen...? Nicht so wie sie jetzt gerade denken...na ja, als junger hübscher Feger...ähh...aber das ist ein anderes Kapitel.

Nein, ich liebe die Abwechslung in der Frisur, den Klamotten, x mal habe ich die Wohnung umgestaltet, nicht selten in der Nacht und Umgezogen bin ich genau 22 mal. So !
Wie könnte es anders sein, ich liebe auch Abwechslung im Wetter. Nur Sonne und Hitze und blauer Himmel...das habe ich gehabt, ich lebte in Spanien, es wird langweilig. Ich brauche auch noch Wind, Wolken, Nebel und Regen oder ein reinigendes Gewitter...
Was ich aber nicht ausstehen kann sind Regenschirme. Meistens hatte ich meine vier Hunde dabei oder Einkaufstaschen und in einem Geschäft wo ich was anschauen oder anprobieren will ist so ein Schirm auch hinderlich. Zudem liebe Leser, man weiss nie wann man zupacken muss...das Leben ist ein Risiko von der Geburt bis zum Tod.


Also bin ich seit vielen Jahren eine " Hut - Frau " ich habe Hüte für jede Gelegenheit. Jetzt im Herbst trage ich gerne mein Hütchen mit Leopardenmuster...tja, some like it hot !
So ein Hut gibt mir Geborgenheit, er bietet Tarnung und er unterstreicht die Persönlichkeit. Kopfputz wurde schon immer getragen. Er ist ein Symbol der Zugehörigkeit und der Ranghöhe. Könige...Kirche...Militär...Gesellschaft.
Als besonders sinnliches Gefühl empfinde ich das sanfte Regentrommeln auf meinem Lederhut. Es erinnert mich an meine Kindertage. Auch damals liebte ich es mich im Regen mit einem Schirm im Garten hinzukauern und den Tropfen zu lauschen. 
So wie Regentropfen ihren Weg suchen und davon rinnen....suche auch ich immer meinen Weg. Es drängt mich vorwärts nie zurück. Ich habe gelernt in " dichten Schotten " zu leben. 
Was heissen will, zu dieser Zeit war so wie ich mein Leben lebte richtig. Dann kam wieder eine Weggabelung ich musste mich entscheiden und mich neu orientieren. Die gelebte " Schotte " wurde geschlossen. Was gelebt ist kann man nicht mehr beeinflussen. Es bleibt die Erinnerung und die Erfahrung. Die Gegenwart muss man nutzen, seine Chancen erkennen und zugreifen. Die Zukunft kann man fokussieren und somit beeinflussen...
Studien zeigen, dass viele Menschen mit 18-20 Jahren ihr Leben ausrichten. Dann wieder zwischen 35-40 Jahren. Um die 50 wird Bilanz gemacht. Oft führt die zu einer Scheidung und einem Neustart auch beruflich. Ab 60 bekommt die Gesundheit eine andere Bedeutung und man fragt sich welche Wünsche habe ich noch...

Bleibt die Frage trage ich den alten abgewetzten Hut, der mir nicht mehr passt, mit dem ich mich nicht mehr wohl fühle und der mich nur noch nervt...Ersetzte ich ihn durch einen neuen Hut...Oder nehme ich meinen Cowboyhut mit der eingesteckten Vogelfeder, der mir immer das Gefühl von Stärke und Freiheit vermittelt hat und der schon lange vereinsamt im Schrank lag...ich bündelte meinen Mut, setzte den Cowboyhut auf und ging.

Dienstag, 13. Oktober 2020

Ein Spaziergang mit Lucky durch Altenburg - Herbstbilder einfangen und die Gedanken fliegen lassen...

Im Herbst bin ich besonders gerne mit meinem Hund Lucky unterwegs. Ich mag die Herbstfarben...ich mag diese melancholische Atmosphäre...ich mag es wenn ich vom Wind durchgepustet werde...es riecht nach Erde und Vergänglichkeit und ich mag sogar den Nebel oder einen Regentag. Ja, liebe Leser, ich bin ein Herbstkind...kein Wunder, ich erblickte die Welt ja auch am 14. November.
Ich könnte jetzt mit " Naturburschenphilosophie" um mich schlagen und posaunen: es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur die falsche Kleidung...na klar, wer einen Hund hat und die Bedürfnisse des Hundefreundes ernst nimmt, der geht mit ihm raus und bewegt ihn. Je nach Hunderasse mehr oder weniger.
Herz und Kreislauf werden trainiert, die Natur erdet einen und man bekommt einen anderen Blickwinkel auf Probleme...ich marschiere sie ab und nicht selten finde ich eine Lösung. je mehr ich marschiere, je mehr kommt mein inneres Kind zum Vorschein...dieses habe ich mir bewahrt und ich hüte es wie meinen Augapfel. Ich beginne zu staunen...wie schön ist der Rosenstrauch gegenüber dem Kulturgebäude Pflug mit seiner letzten Blüte. Es ist ruhig geworden im kleinen Park neben der Kunst. Im Sommer wird er gerne für die Mittagspause genutzt und die Bienen und Insekten erlaben sich an den Wildblumen. 
Voller Eifer ist Lucky dabei. So ein zügiger Spaziergang ist für ihn wie Zeitung lesen. Jeder Duft wird gespeichert und analysiert. Gezielt wird seine Duftmarke platziert. Nein liebe Leser, mein Hund pinkelt nicht an eine frisch renovierte Hausfassade und klar räume ich den Hundekot zusammen...Leute...ich habe eine gute Kinderstube gehabt und ich wurde zu Anstand gegenüber den Mitmenschen und zu Respekt und Umsicht gegenüber der Natur erzogen...liebe Eltern und liebe Grosseltern, ich danke euch !!!
Ich marschiere weiter...
Schön...Es erfreut mein Herz und meine Seele, das es doch noch viele Menschen gibt die mit Blumenschmuck ihre Fenster, Häuser oder Vorgärten schmücken. Für sich selber und für die anderen. Eine Pracht wie der wilde Wein in Rottönen leuchtet. Schon früh bekamen die Kastanien ihr goldbraunes Herbstkleid. Ich marschiere weiter...
Schon bin ich wieder im Zentrum von Altenburg. Das ganze Jahr über kann ich mich an den schön bepflanzten Blumenkübel nicht satt sehen. Ich frage mich, wer sie bewusst sieht...Viele heitere und freundliche Gesichter sehe ich wenige. Höflichkeit wird hier auch nicht gross geschrieben...ich sage danke wenn mir jemand Platz macht oder mir die Türe aufhält. Ich sage auch guten Tag wenn ich einen Raum oder einen Aufzug betrete...und ich habe gelernt meinen Mitmenschen mit offenem Blick zu begegnen und ich kann euch versichern, ein Lächeln bewirkt Wunder, öffnet Herzen und nicht selten endet mein Spaziergang mit Lucky mit einem netten oder sogar tiefsinnigen Gespräch mit einem fremden Menschen...ein schönes und befriedigendes Erlebnis...











 

Samstag, 10. Oktober 2020

Wie sage ich es meinem Hund...der Baum ist hier


Heute ist der Welthundetag....
Ich lebe mehr als fünf Jahrzehnte mit Hunden zusammen, sie bereichern mein Leben und heute erzähle ich euch eine der zahlreichen Hundegeschichten.
Mittelpunkt dieser Geschichte ist Don...ein spanischer Strassenhund. Ich lebte zu dieser Zeit in Spanien und beim örtlichen Tierschutz meldete ich mich als Hundespaziergängerin. Seit ca. 25 Jahren versuche ich den Tierschutz zu unterstützen als freiwillige Hundespaziergängerin und indem wir Hunde adoptierten.
Für Don, den ich in Lucky umgetauft habe, suchten sie jemanden der mit ihm dreimal die Woche Therapie machte. Er wurde als er ein paar Monate alt war entweder aus dem Auto geworfen oder man versuchte ihn mit überfahren zu entsorgen...
Touristen fanden ihn halb verhungert und verdurstet auf drei Beinen hinkend am Strand. Die Huft war total kaputt und das arme Tier muss fürchterliche Schmerzen gehabt haben. Der Tierarzt tat sein Bestes und hat ihn wieder zusammengeflickt.
Mit mir musste er wieder laufen lernen Schritt für Schritt. Schnell schlossen wir Freundschaft. Er war für jede Streicheleinheit dankbar, leckte mir die Hand ab und legte seinen Kopf auf meinen Schoss...er hat bernsteinbraune Augen...in genau diese Augen habe ich mich verliebt. Es dauerte gerade eine Woche und ich wusste, Lucky gehört zu mir.
Die Begeisterung war nur auf meiner Seite, mein damaliger Mann sah das anders, zumal wir ja schon einen Hund hatten. Eine Galgahündin, ebenfalls vom Tierschutz und ebenfalls ein Problemhund...aber das ist eine andere Geschichte, ich werde euch, liebe Leser noch von ihr erzählen.
Jedenfalls hielt ich meinem Mann ein Referat nach dem anderen....bis er klein bei gab, er kannte mich ja...! Also adoptierte ich ihn. Doch schon beim Transport in meinem spanischen Jeep kamen die ersten Überraschungen...Lucky war nicht zu bewegen ins Auto einzusteigen. Auto = Gefahr = Schmerzen...das war seine Kombination. Zum Glück habe ich Hundetraining für verhaltensgestörte Hunde gemacht und zum Glück habe ich im TV den Hunde und Menschen- Flüsterer Cesar Millan regelmässig über mehrere Jahre geschaut.
Mit Geduld, Ruhe und sanftem Druck setzte ich gegenüber Lucky meinen Willen durch, denn ich bin der Alphawolf...es gibt keine andere Methode !
Mit einer sicheren und konsequenten Führung vermittelte ich Lucky das er zu seinem Rudelführer...ein Mensch und ein Hund sind aus Sicht des Hundes ein Rudel...Vertrauen haben kann. Sein Bein und seine Huft verbesserten sich zusehends und er konnte wieder Muskeln aufbauen. Nach einigen Monaten konnte er schon kleine Spurts mit unserem Windhund machen. Nuri, so hiess die Galgahündin hatte ihm sowieso mit ihrer Zuneigung geholfen. Nach ca. einem Jahr wetzte er mit ihr über den Strand und über die Prärie...
Doch eines ist bis heute geblieben. Weil er sein Bein nicht richtig heben konnte, hat er sich immer ans Vorderbein gepinkelt...jetzt ist Lucky sieben Jahre, eine Behinderung hat er schon lange nicht mehr, aber er ist ein schludriger Beinpinkler geblieben...
Ich habe deswegen den Tierarzt konsultiert. Der konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Da gibt es kein Pülverchen dagegen...höchstens ihn jedes mal loben wenn er den Baum oder die Mauer trifft...Trotz regelmässiger " Beinwäscherei " ist er mit seinem verpinkelten Bein überall...im Auto...im Hundebett...auf dem Teppich...
Tja liebe Leser, wenn man so richtig " auf den Hund gekommen ist ", so muss man wohl auch akzeptieren, dass wir im Wohnzimmer beim Fernsehgucken denken, wir sitzen in einem " Pissoir"...

In der Foto seht ihr in Grossformat den Lucky. Links meine Collage: Der Baum ist hier
Rechts unten sind Nuri und Lucky zusammen im Hundebett. Über den blonden Galgo Bubi und die Chili schreibe ich noch.

Donnerstag, 8. Oktober 2020

Die Zwitscher - Plünder - Bande oder die Apfel Diebe



Als ich noch in der Schweiz lebte hatte ich einen Apfelbaum im Garten. Der Apfelbaum symbolisiert für mich den Kreislauf des Lebens. Jeder Baum bietet einer Vielzahl von Lebewesen ein Zuhause oder sie verbinden sich zu einer Gemeinschaft....schön. Die " Untertagebewohner " profitieren vom Wurzelwerk, Ameisen und Käfer bevorzugen die Rinde, Vögel und Siebenschläfer fühlen sich in der Baumkrone wohl und ich geniesse mit den Bienen und Hummeln zusammen die Schönheit der Frühjahrsblüte und im Herbst teile ich die Äpfel mit den Wespen und den Igeln. Die geschnittenen Äste dienen für eine Glut in der Feuerschale, wo ich mir einen heissen Apfelpunsch koche....ein Kreislauf oder ?!
So war ich denn an einem Herbsttag in meinem Arbeitszimmer. Von dort hatte ich freien Blick auf meinen Apfelbaum. Der war prall voll mit rotgrünen, säuerlich schmeckenden Äpfeln. In Gedanken mit meinen " Geistigen Mahllehrer " verbunden pinselte ich an meinem Bild herum. Hierzu brauche ich Ruhe...oder es stimmt nicht ganz...wenn ich so richtig in Fahrt bin, übernimmt plötzlich der Pinsel das Kommando und lauthals höre ich ihn sagen...hier braucht es rot, da vorne mehr grün und der Hintergrund hat zu wenig Preussisch Blau...zack,zack...höre ich da etwa von euch Leser ein Lachen...? Jawohl, beim malen führe ich Selbstgespräche. Aber ich meine jeder hat das Recht auf eine Macke...auch ich!
Plötzlich rauschte und flatterte es und es war ein Höllenspektakel...Ein Schwarm von Staren war über meinen Apfelbaum hergefallen. Es waren etwa 100 Vögel oder noch mehr. Fasziniert schaute ich aus dem Fenster. Endlich konnte ich diese Vögel aus der Nähe betrachten. Sie sind wunderschön. Ihr Gefieder schillert in allen Farben und es ist mit hellen Punkten versehen. Es war ein Gezwitscher in den unterschiedlichsten Tönen und ohrenbetäubend. Wie verrückt hackten sie auf meinen Äpfel herum...                                  Ich amüsierte mich königlich!
Mit einem Schlag war das Gezwitscher verstummt und die Bande flog davon. Sie hinterliessen buchstäblich ein Schlachtfeld. Sieben Äpfel konnte ich noch retten die nicht zerhackt waren. Der Rest war so arg beschädigt, dass ich sie den Wespen und den   "zivilisierten Vögel " überliess. Aber mit diesen sieben Äpfel kochte ich mir ein Apfelmus und ich genoss es...Löffelchen um Löffelchen.

Sonntag, 4. Oktober 2020


Erntedank

Heute am 4. Oktober ist Erntedankfest. In Altenburg / Thüringen wurde die Brüderkirche beim Brunnen schön geschmückt und es gab einen Gottesdienst.
Ich bin keine Kirchgängerin. Meinen Glauben finde ich in der Natur...
Aber für viele Menschen ist die Religion und die Kirchgemeinschaft ein wichtiger Teil ihres Lebens. Auch ich wurde im christlichen Sinne erzogen. Wissbegierig wie ich schon immer war, habe ich mich mit den unterschiedlichsten Religionen und Lebensphilosophien befasst. Je mehr ich in meinem Leben gesehen und gehört habe und je älter ich geworden bin, so bin ich zur Überzeugung gelangt, dass " Bescheidenheit und Dankbarkeit " nebst " Liebe deinen Nächsten wie dich selbst " für mich meinen christlichen Glauben ausmachen.
Den will ich nicht nur am Erntedankfest leben, nein, ich versuche ihn täglich zu praktizieren.

Ich bin dankbar, dass ich als freier Mensch geboren wurde...solange es die Menschheit gibt, betreibt sie Sklaven und Menschenhandel....
Kinder werden als " Verkaufsware " missbraucht, ohne Verantwortungsgefühl in die Welt gesetzt und weltweit durch Kinderarbeit ausgebeutet...die Drogenmafia füttert sie als zukünftige Kundschaft wacker an...mit diesem Wirtschaftszweig ist viel, ganz viel Geld zu verdienen...
Ich bin dankbar, dass ich bis jetzt keinen Krieg erleben musste...wo meine Heimat, meine geliebten Menschen und meine Menschenwürde zerstört wurde....eine kleine, machtgierige, korrupte, geldgierige, fanatische und vom " Wahnsinn umzingelte " Elite in dieser Welt hat das zu verantworten....
Ich bin dankbar, dass ich ein gesunder Mensch sein darf, der sein Leben ohne körperliche oder geistige Behinderung leben darf....der Existenzkampf ist sowieso für die meisten schon schwer genug...
Ich bin dankbar, dass ich Menschen habe die mich so lieben wie ich bin und mich durch mein Leben begleiten...

Ich bin dankbar für diesen wunderbaren Planeten Erde....möge die Menschheit zur Bescheidenheit zurück kehren und sich der Dankbarkeit bewusst werden....

Die bunte Welt der Pongo T. Mischler

Pongo...eine Künstlerin stellt sich vor

Ich bin Therese Mischler, eine Bernerin aus der Schweiz und ich habe den Jahrgang 1956.

Schon als Kind war ich sehr kreativ. Ich malte, bastelte, erfand Geschichten und in der Schule schrieb ich ellenlange Aufsätze, die ich oft der ganzen Schulklasse vorlesen durfte.
Das Künstlerische Gen habe ich vom Vater meiner Mutter. Das war eine lustige Truppe...es wurde viel gelacht, musiziert, sie waren Kunsthandwerker und es gab Maler. Den Fleiss und die Vielseitigkeit vererbte mir die Mutter meiner Mutter...
Ich absolvierte die Schulen, dann machte ich eine dreijährige Ausbildung zur Damenfriseuse. Später nochmal eine dreijährige Ausbildung zur Podologin. Mit 27 Jahren nahm ich mein Leben selber in die Hand und ich machte mich beruflich selbstständig. Unabhängigkeit und Freiheit waren mir schon immer wichtig.
Aber tief in meinem Herzen wusste ich...ich werde mal eine Malerin.
Im 2001 war es soweit. Ich begann ein autodidaktisches Studium der Malerei. Von Beginn an gab es für mich nur ein Ziel:  Die klassische Moderne
Kiloweise habe ich Kunstbücher nach Hause geschleppt...nächtelang habe ich Biographien gelesen von Künstler die mich interessierten: Vincent van Gogh - Claude Monet - Pablo Picasso - Henri Matisse - Paul Klee - die Gilde der " Blauen Reiter " Marc Chagall - Paul Gauguin aber auch ein Antoni Gaudi und natürlich Friedensreich Hundertwasser faszinieren mich. Ebenso habe ich mich lange Zeit mit den " Naiven " befasst: Henri Rousseau - Seraphine Louis - Ivan Generalic, Grandma Moses.... Mit dem Begriff naiv hat das aber gar nichts zu tun!
Malkurse habe ich nur wenige besucht...was hat mir ein Mallehrer zu sagen wie ich einen Baum, einen Vogel oder einen Menschen darstellen soll...ich gestalte mir die Welt so wie ich sie haben möchte...! Aber ich habe einige Jahre im TV die Malsendungen von Bob Ross geschaut...da lernte ich Technik und Farben mischen. Ich denke Kunst...gute Kunst...die zu Herzen geht, unsere Seele berührt und in uns ein Glücksgefühl auslöst, kann man nur erschaffen wenn man den: " Blues " in sich hat...und den hat man oder man hat ihn nicht. Dies ist in der Architektur, Literatur, Schauspielerei, Musik und der Malerei so....alles andere ist Nonsens, Kommerz und öffentliches und meistens gesponsertes zelebrieren und lobhudeln von Hässlichkeit...Diese Beurteilung masse ich mir zu, ich habe Stunden und Stunden in Museen und Galerien verbracht.

Ich bin eine " Nachtmalerin "...erstens war ich 100% berufstätig, Aktivitäten mit meiner Malerei fanden am Wochenende statt und in der Nacht finde ich die Ruhe und die Konzentration um meine innere Welt und meine Gefühle zum Ausdruck zubringen...übrigens auch beim schreiben.
Also war es notwendig einen Künstlernamen zu haben. Therese Mischler war die seriöse, zuverlässige, exakte und höfliche Berufs und Geschäftsfrau...Die Pongo, so ist mein Künstlername...ist wild, nicht zu bändigen, unabhängig, eigenwillig, gesellschaftskritisch und ab und zu habe ich das akute Bedürfnis der Menschheit einen Tritt in den A.... zu geben und ihr den Spiegel hinzuhalten. Was sie anschliessend von mir denken geht mir ebenfalls am A....vorbei.

Pongo war der Name den man mir in meiner Pfadfinderzeit gab. Er ist eine Bezeichnung für Orang-Utan Affen. Wenn ich als Schulmädchen eines konnte, dann war es klettern. Keine Kletterstange und kein Baum war vor mir sicher. Ich hatte sogar bei den Mädchen den Schulhausrekord...also der Pfadfinder Name passte und so beschloss ich den als meinen Künstlernamen zu nutzen.
Was male ich denn? Na mein Leben...alles andere interessiert mich nicht, weil es für mich nicht authentisch ist. So habe ich begonnen zu meinen Bilder einen passenden Text zu schreiben. Eine Episode aus meinem Leben...was mich freut...was mich ärgert...meine Träume, oder ich lasse meiner Phantasie freien lauf und ich erfinde eine kleine Geschichte.
Eine Stilrichtung pflege ich nicht, für was...?! Je nach Gefühl und Aussage des Bildes male ich mal naiv, mal expressiv, mal mit einer pastosen de premier coup Technik, vorzugsweise in Komplementärkontrasten so wie sie von Vincent van Gogh geprägt wurde.
Die ersten kleinen Ausstellungen begann ich im 2003. In Cafes, Schaufenster, dann bei Banken, Versicherungen und Bundesämter. Später kamen Galerien dazu und mit meiner schweizerischen Künstlervereinigung, wo ich Mitglied war, an der Kunstexpo in Bern.

Durch meine Auswanderung nach Spanien wurde meine künstlerische Tätigkeit unterbrochen. Seit 2019 lebe ich nun in Deutschland, in Altenburg, wo ich meine Tätigkeit als Malerin wieder aktiviere, mit dem Schwerpunkt: ALTENBURG
Ebenfalls habe ich meinen Blog wieder neu belebt. Viele kennen mich noch von meiner Webseite oder von G+
So, liebe Leser, das ist die Pongo T. Mischler, die noch vieles im Sinn hat.....

Meine Katzengeschichten...Teil eins

Liebe Leser, heute erzähle ich euch die Geschichte meiner Haustiere und meiner ersten Katzen dem "Rubino" und dem "Negi"...